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	<title>Puerto Vallarta Blog &#187; Maya</title>
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		<title>Maya-Kalender</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 17:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lucia und Bernhard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[21.12.2012]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie der Maya]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor weit mehr als zweitausend Jahren entwickelte das Volk oder besser gesagt die Priester der Olmeken die Anfänge eines sehr genauen Kalenders, der dann von den Maya übernommen und weiter entwickelt wurde. Der Kalender basierte auf astronomischen Beobachtungen und natürlich auch einer grossen Fertigkeit in entsprechenden Berechnungen. In Chichén Itzá kann man ein richtiges Observatorium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor weit mehr als zweitausend Jahren entwickelte das Volk oder besser gesagt die Priester der Olmeken die Anfänge eines sehr genauen Kalenders, der dann von den Maya übernommen und weiter entwickelt wurde. Der Kalender basierte auf astronomischen Beobachtungen und natürlich auch einer grossen Fertigkeit in entsprechenden Berechnungen. In Chichén Itzá kann man ein richtiges Observatorium bewundern, das etwa tausend Jahre</p>
<div id="attachment_262" class="wp-caption alignright" style="width: 289px"><a href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/10/Dresden-Codex-Maya-Zahlen.jpg"><img class="size-full wp-image-262" title="Dresden-Codex-Maya-Zahlen" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/10/Dresden-Codex-Maya-Zahlen.jpg" alt="Zahl Zeichen der Maya im Codex Dresden" width="279" height="599" /></a><p class="wp-caption-text">Zahl Zeichen der Maya im Codex Dresden</p></div>
<p>alt ist – u.a. diente es zur Beobachtung des Planeten Venus, der den mesoamerikanischen Völkern besonders heilig und damit wichtig war. Bei den Maya hatte er den Namen Kukulcan, was man mit „gefiederte Schlange“ übersetzen kann, bei den Azteken, die die Grundgedanken des Maya-Kalenders übernahmen, Quetzalcoatl. Bekannter noch ist allerdings das „Castillo“, die Pyramide des Kukulcan, wo im März und im September  bei Sonnenuntergang des Tages der Tagundnachtgleiche die Sonne so auf die Westseite der Pyramide scheint, dass auf der Nordseite (dem Augang zur Pyramide) durch den Schattenwurf eine Schlange – Kukulcan &#8211; aus dem Tempel zu kommen und die Treppen herabzugleiten scheint.</p>
<p>Das Zeitmass der Maya waren eigentlich gleich drei Kalender, die aber wie Zahnräder ineinander übergriffen: ein Ritualkalender von 260 Tagen, der Sonnenkalender von 365 Tagen und die „Lange Zählung“ mit der äusserst grosse Zeiträume berechnet und dargestellt werden konnten.</p>
<p>Ausgangspunkt der Zeitberechnung war der 13. August 3114 v.Chr (nach anderen Berechnungen der 11. August 3114). – Warum die Schöpfung (immerhin bereits die vierte in der Maya-Mythologie!) unserer jetzigen Welt gerade zu diesem Zeitpunkt angesetzt wurde, das entzieht sich weitgehnd der Kenntnis der Wissenschaftler, manche vermuten, dass die Maya-Astronomen eine besondere, für die Mythologie wichtige, Sternen-und Planetenkonstellation errechnet hatten. Enden soll unser Zeitalter am 21. Dezember (oder – so andere Berechnungen – am 23. Dezember) 2012. Dann beginnt das fünfte Zeitalter, manche glauben, dass dann eine Zeit der Harmonie und Gerechtigkeit beginnt, also so eine Art Age of Aquarious, andere befürchten den Weltuntergang.</p>
<p>Aber wie bewältigten diese frühen Völker solch genaue Berechnungen? Durch ein ganz simples System: Ein Punkt bedeutete eins, vier Punkte vier, ein Querbalken fünf Punkte und eine Muschel Null. Dass die Maya die Null kannten, ist eine ziemlich erstaunliche Tatsache, denn viele andere Völker hatten diese Recheneinheit nicht, auch nicht die Römer, erst durch die Araber wurde die Null zu einem Rechenfaktor im Abendland., in Europa begann man aber erst im 17. Jahrhundert mit der Null zu rechnen!</p>
<p>Sehen wir uns die Mayazahlen an:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">&#8230;.</span> bedeutet neun, zwei Balken mit vier Punkten vierzehn, drei Balken mit vier Punkten neunzehn. Die Zahl zwanzig wurde durch einen Punkt oberhalb einer Muschel, also der Null dargestellt, denn sie rechneten nicht wie wir mit dem Zehnersystem, sondern mit dem Zwanzigersystem. Und so wie wir eine 1 vor die Null stellen, um die Zahl zehn darzustellen, so setzen die Mayas den Punkt (oder eben Balken mit und ohne Punkte) über die Zahl, die mit eins zu multiplizieren war. Und wie wir eine 1 vor zwei andere Zahlen stellen, um eine Anzahl im Hunderterbereich darzustellen, so setzten die Maya Punkte oder Balken wieder über die beiden anderen Zahlen – nur musste man die jeweilige Zahl nicht mal 10 (oder 10 x 10 oder 10 x 10 x10 usw.) nehmen, sondern mal 20 (oder 20 x 20 oder 20 x 20 x 20 usw.). Sie konnten also beliebig grosse Summen ausdrücken und berechnen – dazu waren die Römer mit ihren römischen Zahlen kaum in der Lage. Und auch wir brauchen neun verschiedene Zeichen plus das Nullzeichen, die Maya kamen mit zwei aus – Punkt und Balken – plus der Muschel für Null!</p>
<p>Doch zurück zu den Kalenderrunden. Der Sonnenkalender (Haab) bestand</p>
<p>aus 18 Monaten zu je 20 Tagen plus 5 (oder 6, denn das Sonnenjahr umfasst ja 365,2421 Tage) „unnütze“ Tage, die auch als solche begangen wurden, da sie als „schlechte“ Tage galten. Jeder Tag hatte eine Nummer und einen Monatsnamen – so wie wir z.B. vom 21. Oktober sprechen hatte man 2 pax. Kombinierte man den Haab mit dem Ritualkalender (Tzolkin), wo  jeder Tag eine Nummer und einen speziellen Namen hatte, wobei die Nummerienung bis zur Zahl dreizehn ging, es aber 20 verschiedene Namen waren, so kehrte das gleiche Datum erst nach genau 52 Jahren wieder – das war dann etwa so was wie ein Jahrhundert für uns.</p>
<p>Wenn wir 21.Oktober 99 sagen, dann wissen wir nicht mit Sicherheit, ob damit das Jahr 1999, 1899 oder 1799 gemeint war.</p>
<p>Dieses Problem lösten die Maya damit, dass sie die Lange Zählung zuhilfe nahmen. So zählte man das Jahr (tun) zu 18 Monaten (uinal) mit je 20 Tagen (kin), kam so also auf 260 Tage, die man dann mit 20 multiplizierte,  um auf ein katun zu kommen, oder mit 20 x 20, um auf ein baktun zu kommen usw., wobei der Ausgang für diese Zählung eben im August des Jahres 3114 lag, und im Dezember 2012 wird eben diese Epoche zuende gehen, weil dann 13 baktun oder 5125 Jahre voll sind und die Zählung wieder von vorn beginnt. Der 13. August (oder 11. August) 3114 v.Chr. war der Tag/kin 0, Monat/uinal 0, Jahr/tun 0, „Jahrhundet“/katun 0, „Jahrtausend“/baktum 0, der 14 August dann eben Tag 1 usw.</p>
<div id="attachment_266" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/10/Palenque-Glyphen1.jpg"><img class="size-medium wp-image-266" title="Palenque-Glyphen" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/10/Palenque-Glyphen1-300x208.jpg" alt="Maya Glyphen in Palenque" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Maya Glyphen in Palenque</p></div>
<p>So waren die Maya-Astronomen auch in der Lage, Sonnen- und Mondfinsternisse zu berechnen und die Bewegungen der Venus, die ja zwischen Sonne und Erde ihre Bahnen um die Sonne zieht und deshalb aus unserer Sicht immer in relativer Nähe zur Sonne ist (von daher ist sie zeitweise Morgenstern, zeitweise Abendstern, zeitweise unsichtbar)  und nicht über den ganzen Nachthimmel zieht wie die äusseren Planeten.</p>
<p>Es dauert 104 Jahre, also 2 x 52 Jahre, bis sie wieder anfängt die gleichen Bewegungen am Himmel zu vollziehen – all das haben die Maya-Astronomen akribisch beobachtet und festgehalten – oft genug  auch in ganz besonderer „Schönschrift“, wo statt der simplen Striche und Punkte Glyphen beutzt wurden, die dann für eine Zahl standen – wie z.B. im sogenannten Dresdner Kodex, eine der vier erhaltenen Maya-Handschriften. Der Kodex stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und enthält Berchnungen zu dem Planeten Venus, die wahrscheinlich von Priester-Astronomen verfasst wurden.</p>
<p>Die meisten Aufzeichnungen der Maya sind von den Eroberern verbrannt worden, so dass nur sehr mühsam das Wissen dieses Volkes entschlüsselt werden kann. Und natürlich war es eine äusserst schwierige Aufgabe, das Rätsel der Schrift zu lösen. Berühmt sind die Inschriften von Palenque, die sich aber in erster Linie mit der geschichte dieser prachtvollen Stadt und deren mythologischen Hintergrund beschäftigen.</p>
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		<title>Hurrikan – Hurricane – Huracán</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 00:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lucia und Bernhard</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_210" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-210" href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/2009/09/hurrikan-%e2%80%93-hurricane-%e2%80%93-huracan/hurrikan-kenna-vorhersage/"><img class="size-full wp-image-210 " title="hurrikan-kenna-vorhersage" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/09/hurrikan-kenna-vorhersage.jpg" alt="Verlaufsvorhersage für Hurrikan Kenna" width="240" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Verlaufsvorhersage für Hurrikan Kenna</p></div>
<div id="attachment_211" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-211" href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/2009/09/hurrikan-%e2%80%93-hurricane-%e2%80%93-huracan/kenna-24-oktober/"><img class="size-full wp-image-211 " title="kenna-24-oktober" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/09/kenna-24-oktober.jpg" alt="Hurrikan Kenna am 24 Oktober" width="240" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Hurrikan Kenna am 24 Oktober</p></div>
<div id="attachment_212" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-212" href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/2009/09/hurrikan-%e2%80%93-hurricane-%e2%80%93-huracan/kenna-25-oktober/"><img class="size-full wp-image-212 " title="kenna-25-oktober" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/09/kenna-25-oktober.jpg" alt="Hurrikan Kenna am 25 Oktober" width="240" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Hurrikan Kenna am 25 Oktober</p></div>
<p>Huracán hiess der Maya-Gott, dem man die Gewalt über Wind, Sturm und Feuer zuschrieb. Er wurde dargestellt mit einem normalen und einem Bein in Form einer Schlange und hatte eine lange Nase oder eine Art Schnauze und rauchte eine Zigarre (auch der Tabak ist eine mexikanische „Erfindung“).Das schlangenförmige Bein ist wohl damit zu erklären, dass Blitze als eine Art Himmelsschlangen begriffen wurden, die Feuer bringen konnten.  Die Mayakönige werden oft mit einer Art Szepter dargestellt in Form von dem Gott Huracán, der zu den drei Schöpfergottheiten gehört – allerdings hat er dann die Menschheit in der Grossen Flut (ja, auch hier auf dem Kontinent existierte die Legende der Sintflut längst vor der Ankunft der Spanier) vernichtet, weil sie die Götter gegen sich aufgebracht hatte. Aber dann erschuf er die Erde neu, indem er sie aus den Wassern zurückrief.</p>
<p>Dieser Gott hat den Wirbelstürmen den Namen gegeben, die normalerweise jährlich in der Zeit zwischen dem 1. Juni und dem 30. November den westlichen Atlantik und den östlichen Pazifik auf der Nordhalbkugel heimsuchen und zum Teil ganz gewaltige Schäden verursachen. Ihnen ist sicherlich noch Katrina in Erinnerung, die New Orleans unter Wasser setzte, vielleicht auch Mitch, der 1998 etwa 11 000 Menschenleben in Mittelamerika forderte, und Wilma, die drei Tage lang Cancun verwüstete.</p>
<p>Im Jahr 2002 setze der Monstersturm Kenna die Menschen hier in der Region in Angst und Schrecken, er war ein Hurrikan der Kategorie fünf und der zweitstärkste  seit der ersten Aufzeichnung 1851 beobachtete Wirbelsturm im östlichen Pazifik. Kenna traf ganz massiv das Fischerdorf San Blas, etwa 150 Kilometer nördlich von Puerto Vallarta, wir bekamen hier in Vallarta „nur“ den „Schwanz“ ab – mit dem Ergebnis, dass der Malecón (Strandpromende) total zerstört war, die extrem hohen Wellen sämtliche Läden dort (darunter Geschäfte mit Gold- und Silberschmuck)  <span id="more-206"></span>weiterlesen ausgespült hatten, das eine oder andere Hotel bis in den zweiten oder gar dritten Stock überflutet war und einige Häuser direkt am Strand abbruchreif waren, insgesamt betrugen die Schäden etliche Millionen. San Blas war fast total zerstört, aber die Bevölkerung war rechtzeitig evakuiert worden.</p>
<p>Insgesamt entstehen sowohl im Atlantik als auch im Pazifik jährlich in der Hurrikansaison jeweils um die fünfzehn Stürme, von denen sich ein Drittel bis zur Hälfte  zu Hurrikans auswachsen (Voraussetzung für die Entstehung eines Hurrikans ist eine Wassertemperatur von mindestens 26,5º) – ganz oft betroffen ist vor allem Kuba, aber auch Cancun wird oft von Hurrikans heimgesucht. Hier am Pazifik treiben die Stürme von Mittelamerika kommend die Küste hoch, wobei sie meist Richtung Nordwest gehen und damit hinaus auf den offenen Ozean. Aber Kenna war sehr spät, nämlich Ende Oktober, und damals trieben Winde aus dem Westen den Wirbelsturm auf die Küste zu.</p>
<p>Um das Auge des Hurrikans herum entsteht ein riesiger Wirbel aus Wolken und damit Feuchtigkeit, die starke Regenfälle in weiten Gebieten verursacht.</p>
<p>Aber in diesem Jahr haben wir in vielen Teilen Mexikos Regenzeit ohne Regen, was fatale Folgen für die Landwirtschaft in weiten Teilen Mexikos hat, weil der Mais, die Bohnen und andere wichtige Feldfrüchte auf den Feldern verdorren und das Vieh keine Nahrung und kein Wasser mehr hat. Es ist die schlimmste Trockenheit seit siebzig Jahren!</p>
<p>Wie ist das zu erklären?</p>
<p>Letztes Jahr hatten wir viele Stürme, darunter einige Hurrikans, und dadurch viel Regen – typisch für ein El Niño-Jahr. Dieses Jahr gab es auch Stürme, aber sie näherten sich nicht den Küsten, die Stürme zogen hinaus auf den Pazifik – was wiederum typisch ist für ein La Niña-Jahr.</p>
<p>Bei einem Niño-Jahr  erwärmt sich in der Weihnachtszeit (also der warmen Zeit auf der Südhalbkugel) der Humboldtstrom im Südpazifik so stark, dass er zum Erliegen kommt, das Oberflächenwasser erwärmt sich und verdunstet, was zu Wolkenbildung und schliesslich Regen führt.</p>
<p>In einem Niña-Jahr ist der Humboldtstrom dagegen kälter als gewöhnlich, was wiederum Einfluss auf die Passatwinde hat, die die Luftfeuchtigkeit in den asiatischen Raum tragen, wo es dann zu extremen Regenfällen kommt – der dann hier an der mexikanischen Küste fehlt. Was nun wiederum diese Temperaturschwankungen des Humboldtstromes vor der Küste Perus bewirkt, das ist noch reichlich unklar.</p>
<p>Schaut man sich eine Weltwetterkarte an in einem Niño-Jahr, so sieht man in den Tropengebieten viele Wolkenfelder – aber dieses Jahr fehlen die Wolken. So hatten wir unsere Hoffnung auf den Hurrikan Jimena gesetzt, der Ende August an der Westküste Mexikos nordwestwärts zog. Er brachte Teilen des Hochlandes dann auch den ersehnten Regen, hier in unserer Region regnete es kaum, nur der Himmel war grau. Jimena traf dann auf den südlichen Teil der Halbinsel Baja California, wo es natürlich dann regnete, ebenso wie im Bundesstaat Sonora, das der Halbinsel vorgelagert ist, wo es zu schweren Überschwemmungen kam.</p>
<div id="attachment_213" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-213" href="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/2009/09/hurrikan-%e2%80%93-hurricane-%e2%80%93-huracan/tlaloc-regengott/"><img class="size-full wp-image-213 " title="Tlaloc-Regengott" src="http://www.puertovallarta.de/puerto-vallarta-blog/wp-content/uploads/2009/09/Tlaloc-Regengott.jpg" alt="Regengott Tlaloc" width="240" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Regengott Tlaloc</p></div>
<p>Hurrikans sind also Fluch und Segen zugleich – Fluch, weil sie schwere Schäden durch Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen können und natürlich auch wegen der extrem starken Winde. Segen, weil ohne sie der so dringend notwendige Regen ausbleibt und die Ernte verdorrt. Früher hatte das Hungersnöte zur Folge. So hat also der Gott Huracán zugleich positive und negative Aspekte – wie alle anderen Götter auch. Dieses dualistische Denken durchzieht die gesamte Lebensauffassung der alten und der gegenwärtigen indianischen Völker und erklärt wohl z.T. auch die Gelassenheit, mit der viele Mexikaner negative Erfahrungen hinnehmen – es gibt eben nicht das absolut Gute, Wahre, Schöne, alles ist ein Hin- und Herschwingen zwischen besseren und schlechteren Zeiten.</p>
<p>Eigentlich ist der Monat September der Monat, in dem die meisten Hurrikans auftreten – also geben wir die Hoffnung auf Regen immer noch nicht auf! Aber für weite Teile Mexikos käme der Regen eh etwas zu spät, denn der Mais, das Grundnahrungsmittel,  ist vielerorts schon verdorrt. Punktuell gibt es schwere Regenfälle &#8211; so sind vor wenigen Tagen ganze Stadtteile der Hauptstadt regelrecht im Regen ertrunken, aber der grosse See, aus dem die Stadt einen Teil des Trinkwassers bekommt, bekam so gut wie keinen Regen ab. Seit dem 1. September muss man in Mexiko-Stadt nun hohe Strafen zahlen, wenn man leichtfertig mit dem kostbaren Nass umgeht &#8211; und etwa eine Million der Menschen dort ist ohne Leitungswasser und muss mit Wasser aus Tankwagen versorgt werden, das es dann natürlich nur eimerweise gibt.</p>
<p>Hier in der Region führen die Bäche und Flüsse immer noch Wasser – das ist nicht überall so. Und hier lassen sich auch leicht Brunnen bohren, um mit dem Grundwasser die Felder zu berieseln – das ist auch nicht überall so, denn Mexiko ist ein sehr gebirgiges und steiniges Land, und selbst wenn man Wasser findet, ist das nicht unbedingt zur Bewässerung der Felder geeignet, da es mineral- und damit z.T. salzhaltig ist. In manchen Landesteilen, wo es halbwegs wasserreiche Flüsse gibt, sind Stauseen errichtet worden, manche davon sehr gross. So hat man einen Wasservorrat und gewinnt gleichzeitig Energie &#8211; nur sind die meisten Stauseeen jetzt nur noch bei zwanzig/dreissig Prozent ihrer Kapazitäten, weil ja der Regen weitgehend ausblieb, durch den sie in den Sommermonaten aufgefüllt werden müssten!</p>
<p>Mit anderen Worten: Man ist auf das Nass des Regens dringend angewiesen – von daher verwundert es nicht, dass bei den Azteken der Regengott Tlaloc und bei den Mayas der Sturmgott Huracán eine grosse Verehrung genossen.</p>
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